Die Unabhängige Frauengruppe Wertach lud zu einem Vortrag zum Thema:

"FRAU UND RENTE - WIE BIN ICH ABGESICHERT?“

in den Alpengasthof Hirsch in Wertach ein.


Es war wieder gelungen, die brillante Referentin Frau Bettina Heuberger, tätig bei der Deutschen Rentenversicherung Schwaben, zu engagieren. Frau Heuberger kennt als Beraterin bei der Deutschen Rentenversicherung in Augsburg alle Erfordernisse und Fallstricke, die im Umgang mit Rentenversicherungsfragen entstehen können.

Die Referentin ging in ihrem hochinteressanten Vortrag insbesondere auf die unterschiedlichen Anerkennungszeiten und dabei im Speziellen auf die Kindererziehungszeiten, Regelungen bei geringfügig entlohnter Beschäftigung (Minijobs) und Anerkennungsmöglichkeiten bei Personen, die Angehörige pflegen, ein. Durch praxisnahe Beispiele gelang es Frau Heuberger, das komplexe Thema Rentenversicherung spannend und kurzweilig zu vermitteln.

Durchgängig wurde deutlich, dass es zwingend erforderlich ist, die Versicherungsleistungen möglichst aufrecht zu erhalten und keine vermeidbaren Lücken entstehen zu lassen. Bei vielen Fragen, die den Versicherungsverlauf betreffen, kann auch eine Beratung durch die Gemeinde hilfreich sein.

Alle Zuhörerinnen, die an diesem Abend anwesend waren, konnten wertvolle Erkenntnisse mitnehmen. Eine Teilnehmerin stellte fest, dass sie alle bedaure, die sich diesen Vortrag haben entgehen lassen.

ad

 

 


 


29. Bundeskongress der kommunalen Frauenlisten "Die Zukunft im Blick"
6. - 8. Oktober 2017, Horb am Neckar

 

17 Frauenlisten beim Bundeskongress in Horb

Horb - Vertreterinnen von 17 Frauenlisten aus Baden-Württemberg, Bayern und Brandenburg trafen sich vom 6. bis 8 Oktober 2017 in Horb zu ihrem alle zwei Jahre stattfindenden Bundeskongress. Das Horber Kloster gab den Rahmen für ein Programm, das für Standortbestimmung und Weiterentwicklung, Kultur und Netzwerken beste Gelegenheit bot. Die 56 Teilnehmerinnen zeigten sich erfreut und inspiriert von dem Angebot, das die drei Frauenlisten im Landkreis Freudenstadt (Alpirsbach, Seewald und Frauen in den Kreistag) organisiert hatten.

Doktorin der Philosophie und Diplom-Pädagogin Claudia Wallner aus Münster gab den Teilnehmerinnen mit ihrem Impulsvortrag über den langen „Weg zurück in den Beruf“ Einblick in die Entwicklung weiblicher Berufstätigkeit und Frauenpolitik der letzten Jahrzehnte.

In Workshops auch zu den Sozialen Medien, der Arbeitswelt 4.0 und klarer Kommunikation konnten die Teilnehmerinnen neue Anregungen gewinnen, die den Frauenlisten für die Fortentwicklung ihrer Arbeit nützlich sind. Dem Veranstaltungsmotto „Die Zukunft im Blick“ diente dann auch die Diskussion der Frage, wie es mit den Frauenlisten weitergehen kann. Dass sie ein Auslaufmodell seien, wollten die Teilnehmerinnen dann doch nicht unterschreiben. Aber dass sich bei jüngeren Frauen das Interesse an politischen Themen und an gleichberechtigter Teilhabe in kommunalen Gremien eher gering ausnimmt, lässt sich nicht leugnen. Die Teilnehmerinnen, die mit ihren kommunalen Listen den Frauenanteil in Gemeinderäten und Kreistagen heben wollen, sehen sich neuen Herausforderungen gegenüber und teilen dieses Schicksal auch mit den etablierten Parteien, die sich schwertun, Frauen für die Kandidatur auf ihren Listen zu gewinnen.

Beruf und Familie sind für jüngere Frauen schon herausfordernd genug, da bleibt für politische Ehrenämter kaum noch Zeit. Dass der demographische Wandel zu einer anderen Verteilung der beruflichen und familiären Arbeit auf beide Geschlechter sowie zu mehr - auch finanzieller - Anerkennung der pflegenden Berufe führen muss, war den Teilnehmerinnen klar. Ein soziales Jahr für alle jungen Frauen und Männer könnte auch eine gute Lösung sein.

Die Teilnehmerinnen nahmen jede Menge Anregungen mit und planen, verstärkt die sozialen Medien zu nutzen. Der nächste Bundeskongress im Jahr 2019 wird voraussichtlich im bayerischen Wemding von der dortigen Frauenliste organisiert.